Kalzium- und Vitamin-D-Störungen

Kalzium und Vitamin D sind zwei wichtige Nährstoffe, die für die Grundfunktionen des Körpers sehr wichtig sind. Kalzium ist für die Nervenleitung, Muskelkontraktion, Herzfunktion und Knochengesundheit notwendig. Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung des Kalziumgleichgewichts, indem es die Kalziumaufnahme aus dem Darm erhöht und die Speicherung in den Knochen fördert. Ungleichgewichte im Spiegel dieser beiden wichtigen Elemente werden als „Kalzium- und Vitamin-D-Störungen“ bezeichnet, die zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen können. Diese Störungen stehen in engem Zusammenhang mit der Funktion der Nebenschilddrüsen.
Hyperparathyreoidismus

Hyperparathyreoidismus ist ein Zustand, bei dem eine oder mehrere der vier kleinen Nebenschilddrüsen im Nacken überaktiv sind, was zu einer abnorm hohen Freisetzung von Parathormon (PTH) in den Blutkreislauf führt. Das Parathormon spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Kalzium- und Phosphathaushalts im Körper. Eine übermäßige PTH-Ausschüttung führt dazu, dass zu viel Kalzium aus den Knochen ins Blut gelangt (Knochenresorption), die Nieren weniger Kalzium ausscheiden und mehr Kalzium aus dem Darm aufgenommen wird. Dieser Zustand kann zu hohen Kalziumspiegeln im Blut führen, bekannt als Hyperkalzämie, und verschiedene Gesundheitsprobleme verursachen.
Hypoparathyreoidismus

Hypoparathyreoidismus ist eine seltene endokrinologische Erkrankung, die durch eine unzureichende Produktion von Parathormon (PTH) durch die vier kleinen Nebenschilddrüsen verursacht wird, die sich auf der Rückseite der Schilddrüse im Nacken befinden. Diese Drüsen sind für die Regulierung des Kalzium- und Phosphathaushalts des Körpers verantwortlich. PTH erhöht die Kalziumfreisetzung aus den Knochen, fördert die Kalziumaufnahme im Darm und sorgt für die Wiederaufnahme von Kalzium in den Nieren.